Mission Statement

Human Rights in Masoala engagiert sich dafür, die Öffentlichkeit auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, die der lokalen Bevölkerung in Masoala, Madagaskar, im Namen des Naturschutzes widerfahren.

Der Masoala Nationalpark wurde 1997 gegründet und umfasst die Hälfte der Masoala Halbinsel im Nordosten von Madagaskar (siehe Karte). Der Park wird von diversen nordamerikanischen und europäischen Umweltschutzorganisationen unterstützt (darunter die Wildlife Conservation Society, WCS, und der Zoo Zürich). Aufgrund der aktuellen Grenzziehung des Parks haben viele lokale Bauern in Masoala einen beträchtlichen Teil ihres Landes verloren, das sie nach traditionellem Recht besitzen. Weil Land eingezont wurde, von dem lokale Familien für ihren Lebensunterhalt abhängen, hat der Park zu zusätzlicher Armut unter einer bereits armen Bevölkerung geführt. Die Existenzgrundlage zukünftiger Generationen ist bedroht. Die einheimischen Bauern sind daher mit der aktuellen Grösse und Grenze des Masoala Nationalparks nicht einverstanden, eine Tatsache, die sie oft mit Sätzen ausdrücken wie „Añaty rôva izahay”, „Wir sind gefangen wie in einem Hühnergehege“.

Landenteignungen von einheimischen oder indigenen Bevölkerungsgruppen für Palmölplantagen oder durch skrupellose Holzfällerfirmen werden rund um die Welt und von verschiedensten Seiten kritisiert und verurteilt. Für diejenigen, die ihr Land verlieren, spielt es jedoch keine Rolle, ob sie ihr Land an ein industrielles Unterfangen oder an ein Naturschutzprojekt verlieren. Beides stellt eine Bedrohung ihrer Existenz dar.

Wir stellen uns an die Seite der madagassischen Bauern, und wir verlangen, dass ihr Recht auf ein würdiges Leben, gemäss ihren eigenen Vorstellungen, von Naturschutzakteuren respektiert und demgemäss gehandelt wird. Dies muss die Anerkennung traditioneller Landrechte miteinschliessen (vergleichen Sie die Artikel 17, 22 und 25 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte).

Human Rights in Masoala unterstützt das von der UN-Menschenrechtskommission akzeptierte Prinzip des Free, Prior and Informed Consent:  Im Jahr 2004 erklärte die United Nations Commission on Human Rights: In 2004 the United Nations Commission on Human Rights endorsed the principle of Free, Prior and Informed Consent: “Free, prior and informed consent recognises Indigenous peoples’ inherent and prior rights to their lands and resources and respects their legitimate authority to require that third parties enter into an equal and respectful relationship with them, based on the principle of informed consent.” (für vertiefte Informationen dazu, klicken Sie hier.